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Den Jägern das Schrot, den Tieren das Leben


Die im Rahmen der diesjährigen Jagdsaison geführten Debatten um die Anwartschaft der Jagd haben mehr und mehr gezeigt dass die Argumentation um ihre Berechtigung wie sie von den Grünröcken geführt wird, auf unsachlichen und unwissenschaftlichen Behauptungen beruhen. Legenden über die ökologische Notwendigkeit der Jagdausübung werden zusehends von immer grösserwerdenden Bevölkerungsteilen nicht mehr hingenommen. Schwachsinnigen Argumenten, die Jagd würde das ökologische Gleichgewicht unter denen im Wald lebenden Spezies aufrechterhalten, oder die Tollwut bzw. die Schweinepest (Grünewald) würde dadurch kontrollierbar bleiben, werden zusehends Einhalt geboten. Die Waidmänner und –frauen sind nicht mehr länger in der Lage ihr Mordgelüste hinter pseudowissenschaftlichen Begründungen zu verstecken.Ganz im Gegenteil zu den bisherigen Annahmen, hat die Wissenschaft bewiesen dass die Jagd zur Verbreitung der Tollwut und anderer Krankheiten beiträgt. Durch das erbarmungslose Jagen der Tiere ändert sich nämlich deren Sozialverhalten.

Nehmen wir z.B. die Füchse. Unter natürlichen Umständen reguliert sich das Reich der Tiere selbst. Die Füchse leben in kleinen Gruppen zusammen, wobei jeweils nur die älteste Fuchsdame wirft. Mensch kann sozusagen von einer Geburtenbeschränkung, bzw. Geburtenkontrolle durch die sozialen Gemeinschaften sprechen. Bei Jagddruck ändert sich dieses Verhalten und wird maßgeblich beeinflusst. So sind die sozialen Bindungen weniger stabil. Der Fuchs paart sich mit mehreren PartnerInnen und zieht jeweils gleich weiter. Es gibt also kaum mehr feste Reviere oder Paarbindungen. Hinzu kommt dass die Füchsinnen viel mehr Nachwuchs bekommen. Infolgedessen wird es zu langen Fuchswanderungen im Herbst kommen, wenn die Jungfüchse auf Reviersuche gehen und weitere Begegnungen mit Artgenossen haben. Kein Wunder also dass bei diesen Gegebenheiten die Tollwut schneller expandiert. Außerdem, wieso glaubt Ihr dass die Jagdfreien Gebiete oftmals tollwutfrei sind bzw. das Auftreten dieser Krankheit seltener ist.
Nebst den dauerhaften Verhaltenänderungen und der extremen Menschenscheu, leiden diese Tiere fürchterliche Qualen unter den Folgen der Jagd, sowohl physischer, als auch psychologischer Art. Manche werden vom Schrot verletzt und leben unter höllischen Schmerzen noch ein paar Tage. Andere werden Zeuge des Mordes an einem Artgenossen bzw. eines Familienmitgliedes und leiden Trauer. Zudem dürfen wir nicht vergessen dass der Fuchs ein Aasvertilger und Mäusejäger ist, sozusagen für "Ordnung" im Wald sorgt. Demnach bekommt ein Fuchs unter normalen Umständen nur so viel Zuwachs wie sein Lebensraum vertragen kann. Dass also Tiere die bislang in Koexistenz lebten sich nun gegenseitig ausrotten ist totaler Schwachsinn.

Nicht die nichtmenschlichen Prädatoren sind das Problem, sondern es sind anthropogene Faktoren, wie z.B. Landwirtschaft, Straßenverkehr, Jäger... die am Ursprung des Aussterbens vieler Waldtiere stehen. Das Scheinheiligtum der Jäger kommt auch im Kontext der Hege, d.h. der Winterfütterung zum Vorschein. Die angelegten Fütterungsstellen muss mensch nämlich in engem Zusammenhang mit der Jagd sehen. Diese dient nämlich dazu den Bestand des "Schalenwilds" (Großwilds) künstlich zu steigern. Während der kalten Wintermonate würden unter natürlichen Bedingungen die kranken und schwachen Tiere sterben. Bedingt durch die Hege bleiben jedoch nun diese winterliche Verluste aus, außerdem vermehren sich die übersatten Tiere wesentlich schneller. So kommt es im Wald zu unnatürlichen Tierkonzentration, die wiederum Stress und erhöhte Aggressivität versuchen.

Aber nicht nur dass. Nun besitzt der/die JägerIn die Unverschämtheit zu behaupten im Wald gäbe es übergroße Populationen an Wildbeständen, welche durch Verbiss dem Wald Schaden zufügen würden. Wenn das nicht Paradox ist? Oder geht es dem Jäger nur darum seine Jagderfolge zu steigern?



(Nach Infos von : www.tierbefreiung.de)